| architek[tour] tirol – der architekturführer für tirol | D | E |
Nicht nur in der Innsbrucker Innenstadt, sondern auch an den Rändern der Stadt und in den umliegenden Orten entstanden in den vergangenen Jahren sehenswerte Bauwerke. Ausgehend vom westlichen Stadtrand von Innsbruck führt diese Tour u. a. auf den Bergisel, nach Igls und nach Natters. |
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| 01 ULB – Universitäts- und Landesbibliothek Innsbruck | |||||
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Innrain 50 und 52 d-f 6020 Innsbruck Architektur: Eck & Reiter, Dietmar Rossmann (2009) BauherrIn: BIG öffentlich zugänglich: Mo bis So während der Bibliotheksöffnungszeiten „On Stones“ – Kunst am Bau von Georgia Creimer in den Lichthöfen der ULB | An Stelle der ursprünglichen, städtebaulich unbefriedigenden Situation eines ungenutzten Restraums entlang der Straße schafft der Neubau der ULB einen fließenden Übergang vom Stadtraum in den Universitätscampus. Die Bibliothek ist unter den bestehenden Hochbauten situiert und an die reorganisierte Hauptbibliothek angeschlossen. Das Dach der Bibliothek wurde zu einer viel genutzten Freifläche, die als neuer, der Stadt zugewandter Eingang in die Universität fungiert. |
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| 02 Wohnen an der Unibrücke | |||||
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Fürstenweg 5 6020 Innsbruck Architektur: Manzl Ritsch Sandner (2003-2009) BauherrIn: ZIMA öffentlich zugänglich: teilweise TIPP: unbedingt in den Innenhof gehen! | Nach außen präsentiert sich der an der Universitätsbrücke gelegene Solitär - ein vorrangig für studentische Nutzer konzipierter Wohnbau - als glänzend weißer Monolith mit einer markant abgeschnittenen Ecke und rhythmisch versetzten Fensteröffnungen. Ein haushoher Eingangsschlitz führt in die komplett andersartige „Innenwelt“, wo zwei geknickte, mit Eichenlamellen verkleidete Wandscheiben einen mit Stöcklpflaster ausgelegten und von breiten Laubengängen erschlossenen „Gassenplatz“ bilden. |
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| 03 Bischof-Paulus-Heim | |||||
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Santifallerstraße 3 6020 Innsbruck Architektur: Johannes Wiesflecker (2006-2008) BauherrIn: TIGEWOSI öffentlich zugänglich: teilweise Die benachbarte Pfarrkirche „Petrus Canisius“ wurde 1968–72 nach Plänen von Horts Parson errichtet. | In Reaktion auf die städtebauliche Situation neben der quadratischen Kirche von Horst Parson und im Übergang von Wohnbebauungen zur Innuferzone realisierte Johannes Wiesflecker ein StudentInnenheim mit ausgesprochen hoher Wohnqualität. In zwei, in ihrer Grundform quadratischen Baukörpern mit ganz unterschiedlichem Charakter befinden sich großzügige Zimmer und Gemeinschaftsbereiche. Unter die Gebäude geschoben ist eine Platzmulde, die eine durchlässige Zone zum Inn hin schafft. |
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| 04 „BRG in der Au“ und Einkaufszentrum „West“ | |||||
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Bachlechnerstraße 35 6020 Innsbruck Architektur: reitter_architekten, Eck & Reiter (2007-2011) BauherrIn: Objekt Linser-Areal Immobilienerrichtungs GmbH, IIG öffentlich zugänglich: Einkaufszentrum während der Geschäftsöffnungszeiten Erreichbarkeit: Buslinie R oder F | Im Westen von Innsbruck entstand in Form einer Public Private Partnership ein Neubau, in dem mit einem Einkaufszentrum und einer Schule zwei komplett konträre Nutzungen untergebracht sind. In einem klar definierten Baukörper, der dem umliegenden Stadtraum mit seinen Gewerbegebieten und heterogen strukturierten Wohnbebauungen eine neue Identität verleiht, erhielten die beiden Nutzer jeweils spezifisch für ihre Bedürfnisse entwickelte, komplett getrennt erschlossene Bereiche. |
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| 05 Universitäten für Chemie/Pharmazie und Theoretische Medizin | |||||
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Innrain 80-82 6020 Innsbruck Architektur: Architekturwerkstatt din a4 (2007-2012) BauherrIn: BIG öffentlich zugänglich: teilweise TIPP: An der dem Innufer zugewandten Seite laden Sitzmöbel zum Verweilen ein. | Für die beiden autonomen Universitäten für Chemie/Pharmazie und Theoretische Medizin entstand am westlichen Ende des Uni-Campus ein gemeinsamer Neubau. Basierend auf den hochkomplexen Anforderungen für Forschung und Lehre einerseits, der gewachsenen urbanen Struktur andererseits, entwickelte die Architekturwerkstatt din a4 einen kompakten Baukörper mit funktionell und gestalterisch bedingten Höfen, Einschnitten und Rücksprüngen. |
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| 06 BTV – Zweigstelle Mitterweg | |||||
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Mitterweg 9 6020 Innsbruck Architektur: Rainer Köberl (2011) BauherrIn: BTV – Bank für Tirol und Vorarlberg öffentlich zugänglich: teilweise Erreichbarkeit: Buslinie R | Die Zweigstelle der BTV besetzt einen kleinen Bauplatz am Beginn des Mitterwegs, einer Straße, entlang der eine sehr heterogene Bebauungsstruktur existiert. In Reaktion auf diese, eher von "Tristesse" geprägte Umgebung, war es Rainer Köberl wichtig, einen freundlichen Gegenpol zu schaffen. Geprägt wird der Baukörper durch die markante Form eines in die Höhe gezogenen Pyramidenstumpfs und der im Spannungsverhältnis von Offenheit und Geschlossenheit bzw. Leichtigkeit und Schwere gestalteten Fassade. |
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| 07 MPREIS Mitterweg | |||||
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Mitterweg 75 6020 Innsbruck Architektur: Rainer Köberl (2011) BauherrIn: MPREIS öffentlich zugänglich: während der Geschäftsöffnungszeiten Erreichbarkeit: Buslinie R | In der Höttinger Au, an einem heterogenen Ort mit einer zufällig entstandenen Konzentration von unterschiedlichen Funktionen, realisierte Rainer Köberl einen MPREIS Lebensmittelmarkt. Bestimmendes Element des Gebäudes ist ein bis an die Straße auskragendes Dach, unter dem die einzelnen Funktionsbereiche angeordnet sind. Mit seinem zur Straße hin gelegenen Café fungiert der Markt als Treffpunkt des Quartiers. |
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| 08 Wohnen am Lohbach | |||||
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Franz-Baumann-Weg 12 6020 Innsbruck Architektur: Baumschlager Eberle, Gerhard Zweier (1997-2000) BauherrIn: Neue Heimat Tirol Erreichbarkeit: am westlichen Ende des Franz-Baumann-Wegs, Buslinie O Kunst am Bau: Heinz Gappmayr, Peter Kogler, Eva Schlegl, Elisabeth Hölzl, Heimo Zobernig | Die Wohnanlage „Lohbach“ bildet im Westen der Stadt den Abschluss des Siedlungsgebietes zu landwirtschaftlich genutzten Flächen. Mit 300 Wohnungen realisierte die „Neue Heimat Tirol“ die damals größte Niedrigenergie-Wohnanlage Österreichs. Die Vorarlberger Architekten Carlo Baumschlager und Dietmar Eberle ordneten die 6 kompakten Punkthäuser schachbrettartig versetzt zueinander an, womit trotz der Dichte vielfältige Durchblicke und Ausblicke in die Umgebung geschaffen werden. |
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| 09 Wohnen am Lohbach II | |||||
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Technikerstraße 82 6020 Innsbruck Architektur: driendl*architects (2008) BauherrIn: stadtbau Erreichbarkeit: am westlichen Ende des Franz-Baumann-Wegs, Buslinie O | Als Weiterentwicklung des 2000 fertig gestellten Projekts „Am Lohbach I“ errichtete die Innsbrucker Stadtbau GmbH fünf weitere Wohngebäude. Basierend auf dem ursprünglichen städtebaulichen Konzept realisierten Baumschlager & Eberle und driendl*architects zwei bzw. drei kompakte, schachbrettartig zueinander versetzte Punkthäuser. Großzügige, lichtdurchflutete Erschließungszonen prägen das Innere der Wohnbauten. |
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| 10 Seniorenwohn- und Pflegeheim am Lohbach | |||||
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Technikerstraße 84 6020 Innsbruck Architektur: Marte.Marte Architekten (2009) BauherrIn: stadtbau Erreichbarkeit: am westlichen Ende des Franz-Baumann-Wegs, Buslinie O | Den Schlusspunkt der Wohnbebauung „Am Lohbach“ bildet das am Westende situierte, von Bernhard und Stefan Marte als Atriumhaus geplante Seniorenwohn- und Pflegeheim. Eine offene, lichtdurchflutete Erschließung führt in die oberen Ebene mit den in Wohngruppen organisierten Pflegezimmern. Östlich des Heims entstand für die BewohnerInnen ein Stadtteil-Platz, auf den sich das öffentlich zugängliche Café des Heims öffnet. |
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| 11 Bergisel Sprungschanze | |||||
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Bergisel 6020 Innsbruck Architektur: Zaha M. Hadid (1998-2002) BauherrIn: Austria Ski Veranstaltungs GesmbH TIPP: Aussichtsplattform und Restaurant „Café im Turm“ | Mit der Sprungschanze auf dem Bergisel erhielt das Stadtbild von Innsbruck eine weithin sichtbare „landmark“. Die verschiedenen funktionalen Elemente der Schanze wurden von Hadid zu einer bewegten Skulptur verschmolzen, einer eleganten und zeichenhaften Figur, die als technisch und formal präzis gestaltetes Sportgerät die Dynamik des Skispringens symbolisiert. |
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| 12 „Das Tirol Panorama“ | |||||
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Bergisel 2 6020 Innsbruck Architektur: stoll.wagner (2011) BauherrIn: Land Tirol TIPP: Das „Riesenrundgemälde“ von Zeno Diemer (1896) mit einer Darstellung der 3. Bergiselschlacht von 1809 auf über 1.000 qm Leinwand. | Mit dem „Riesenrundgemälde“ als zentralem Ausstellungsobjekt entstand am Bergisel ein neues Museum. Die Architekten lösten die komplexe Aufgabenstellung an dem historisch wie landschaftlich bedeutsamen Ort mit einem zurückhaltend gestalteten Baukörper, der als flacher Solitär die Hangkante zur Sillschlucht belegt. In Richtung der Hauptverkehrsrouten tritt das in eine Mulde abgesenkte Volumen für das Rundgemälde hingegen in seiner skulpturalen Präsenz in Erscheinung. |
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| 13 Musikprobelokal und Schützenheim Natters | |||||
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Innsbruckerstraße 4 6161 Natters Architektur: Manfred Gsottbauer (2007-2008) BauherrIn: Gemeinde Natters öffentlich zugänglich: teilweise Erreichbarkeit: Straßenbahn Linie „STB“ vom Innsbrucker Hauptbahnhof aus | Das unter dem Leitmotiv „Dem Fest einen Rahmen geben“ konzipierte Projekt eines Probe-, Übungs- wie auch Aufführungsplatzes für das Dorf und seine Vereine ging als Sieger aus einem von der Dorferneuerung abgewickelten Architekturwettbewerb hervor. Kernstück ist ein passepartoutartiger, überdachter Umgang, der das kupferverkleidete Vereinshaus und den Festplatz mit Bühne fasst und zugleich Aussichtsplattform zur Landschaft ist. |
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| 14 Hauptgebäude und Badehaus Natterer See | |||||
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Natterer See 1 6161 Natters Architektur: Giner + Wucherer (2007-2008) BauherrIn: Fam. Giner TIPP: Öffentlich zugänglicher Badesee (Eintritt kostenpflichtig) | Im neu geschaffenen Eingangsbereich des Campingplatzes am Natterer See entstand ein langgezogenes und schmales Infrastrukturgebäude, das in der Welt der Zelte, Wohnwägen und Wohnmobile einen völlig neuen Qualitätsansatz verfolgt. Der zweigeschossige Baukörper fügt sich trotz der relativ großen Kubatur unauffällig in die Uferlandschaft ein. Eine Fülle an „kleinen“, aber feinen Ideen veredelt die herkömmliche Campinginfrastruktur. |
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| 15 Congresspark Igls | |||||
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Eugenpromenade 2 6080 Igls Architektur: Albert Weber, Kurt Rumplmayr (2005-2007) BauherrIn: Congress und Messe Innsbruck öffentlich zugänglich: Café „TransBARent“ Mi bis So 13-20 Uhr (Sommer) bzw. 11-17 Uhr (Winter) Erreichbarkeit: von Igls aus Richtung Patsch, Buslinie J | Das zur Gemeinde Innsbruck gehörige „Dorf“ Igls am Fuß des Patscherkofels ist eines der Naherholungsgebiete der Stadt. Mitten im Kurpark liegt das vom Congress Innsbruck gemanagte Kongresszentrum. Dem Konzept eines großen Gartenpavillons folgend setzten die Architekten keinen Baukörper im eigentlichen Sinn in den Park, sondern eine transparente Klimahülle unter einem rundum auskragenden Dach. Neben der Kongress-Infrastruktur gibt es ein öffentliches Café-Restaurant mit Terrasse. |
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| 16 Erweiterung Volksschule Amras | |||||
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Kirchsteig 8 6020 Innsbruck Architektur: riccione architekten (2005-2007) BauherrIn: IIG TIPP: Spaziergang durch den Schlosspark hinauf zum Schloss Ambras. | Als kubischer Solitär mit prägnant und differenziert strukturierten Fassaden in Sichtbeton, Lärchenholz und Glas präsentiert sich der Erweiterungsbau der Volksschule Amras. Der in seiner Maßstäblichkeit an der kleinteiligen Struktur des Stadtteils orientierte Baukörper relativiert die Kubatur des Bestandsgebäudes und schafft im dörflich geprägten Stadtteil Amras ein neues Zentrum. |
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