| architek[tour] tirol – der architekturführer für tirol | D | E | I |
Innsbruck hat sich in den letzten Jahren laufend verändert, im besten Sinne des Wortes verwandelt und teilweise sogar neu erfunden. Es entstanden öffentliche Räume und Bauten, die eine internationale Kompetenz ausstrahlen und zugleich präzise die lokalen Qualitäten der „Stadt-Natur” aufgreifen und stimulieren. |
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| 01 Adambräu – Umbau Sudhaus | |||||
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Lois Welzenbacher-Platz 1 6020 Innsbruck Architektur: Rainer Köberl, Giner + Wucherer (2000-2004) BauherrIn: Stadt Innsbruck | Das Sudhaus der ehemaligen Brauerei „Adambräu“ – ein zeichenhafter Industriebau der klassischen Moderne von Lois Welzenbacher – wurde nach der Einstellung des Betriebes unter Denkmalschutz gestellt. Mit sensiblen, fast unsichtbaren Eingriffen wurde das funktionalistische Gebäude in eine pulsierende „Architekturvermittlungs-Maschine“ transformiert. In den unteren Geschossen bietet aut. architektur und tirol laufend Ausstellungen und Veranstaltungen zu zeitgenössischer Architektur, in den Obergeschossen ist das Archiv für Baukunst der Universität Innsbruck untergebracht. |
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| 02 Bergisel Sprungschanze | |||||
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Bergisel 6020 Innsbruck Architektur: Zaha M. Hadid (1998-2002) BauherrIn: Austria Ski Veranstaltungs GesmbH TIPP: Aussichtsplattform und Restaurant „Café im Turm“ | Mit der Sprungschanze auf dem Bergisel erhielt das Stadtbild von Innsbruck eine weithin sichtbare „landmark“. Die verschiedenen funktionalen Elemente der Schanze wurden von Hadid zu einer bewegten Skulptur verschmolzen, einer eleganten und zeichenhaften Figur, die als technisch und formal präzis gestaltetes Sportgerät die Dynamik des Skispringens symbolisiert. |
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| 03 Umspannwerk Mitte | |||||
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Salurnerstraße 11 6020 Innsbruck Architektur: UNStudio (1998-2000) BauherrIn: Innsbrucker Kommunalbetriebe AG öffentlich zugänglich: nein Neben dem Umspannwerk steht Innsbrucks erstes Hochhaus, 1926/27 von Lois Welzenbacher geplant. | Mit dem Umspannwerk Mitte realisierte das UN Studio aus Amsterdam (Ben van Berkel und Caroline Bos) sein internationales Erstlingswerk. Das skulptural-gekurvte Gebäude ist rundum von einer Außenhaut aus schwarzem Basalt überzogen, der Umraum aus schwarz eingefärbtem Beton gestaltet. Im öffentlich nicht zugänglichen Inneren befindet sich mit Transformatoren und Schaltzentralen eines der infrastrukturellen Herzen der Stadt. |
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| 04 BTV Stadtforum | |||||
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Erlerstraße 10 6020 Innsbruck Architektur: Heinz Tesar, obermoser arch-omo (2001-2006) BauherrIn: BTV – Bank für Tirol und Vorarlberg öffentlich zugänglich: Mo bis Fr 7.45-16 Uhr (Banköffnungszeiten) TIPP: FO.KU.S – Foto Kunst Stadtforum, Ausstellungen zu aktueller Fotografie und Kunst | Mitten in der Innenstadt ist das BTV Stadtforum die Verwaltungszentrale der Bank mit Büros, einem großzügigen Kundenzentrum und einem öffentlichen Veranstaltungssaal sowie einem Ausstellungsbereich für moderne Fotografie und Kunst. Die plastische Komposition reagiert auf die vorhandene Blockrandstruktur und mündet in eine turmartig in Szene gesetzte, markante Ecklösung. Kernstück im Inneren: die vertikal aufstrebende, monumentale Halle. |
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| 05 Kaufhaus Tyrol | |||||
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Maria-Theresien-Strasse 29–35 6020 Innsbruck Architektur: David Chipperfield (2007-2010) BauherrIn: Signa Holding Voraussichtlicher Fertigstellungstermin: 2010 | Wo sich derzeit noch eine Großbaustelle befindet, wird in den nächsten Jahren das neue Kaufhaus Tyrol nach dem Entwurf von David Chipperfield entstehen. Kaum ein Bauvorhaben hat in den vergangenen Jahren in Innsbruck so hitzige Diskussion ausgelöst, wie die verschiedenen Projekte für diesen Neubau in der Innsbrucker „Prachtstraße“. Chipperfield wird nicht nur – wie ursprünglich vorgesehen – die Front entlang der Maria-Theresien-Straße gestalten, sondern den gesamten, bis zur Erlerstraße reichenden Kaufhauskomplex. |
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| 06 Rathausgalerien | |||||
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Maria-Theresien-Straße 18 6020 Innsbruck Architektur: Dominique Perrault, ATP, RPM Architekten (1999-2002) BauherrIn: Rathauspassage GmbH öffentlich zugänglich: So bis Do 7-24 Uhr, Fr bis Sa, 7-02 Uhr (Mall) TIPP: Mit dem Aufzug hinauf in den Campanile – Café 360° und Restaurant Lichtblick – oder im „the 5th floor“ des Hotels „The Penz“ die Aussicht genießen. | Die Neugestaltung des Rathausareals verbindet die heterogenen Funktionen von Stadtverwaltung und Politik, Einkaufszentrum, Gastronomie und Hotellerie. Gestaffelte Bauhöhen, glasgedeckte Ladenpassagen und ein zentraler „Campanile“ zeichnen die symbolkräftige und doch unpathetische Lösung aus, die mit fließenden Übergängen von Außen nach Innen eine Vernetzung mit dem Stadtraum schafft und die vorhandene Altsubstanz integriert. |
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| 07 SOWI – Sozial- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Universität Innsbruck | |||||
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Universitätsstrasse 15 6020 Innsbruck Architektur: henke und schreieck Architekten (1994-1999) BauherrIn: BIG Das benachbarte MCI stammt ebenfalls von Henke und Schreieck. | Mit dem Komplex der Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät wurde ein wichtiges Gelenk zwischen der Altstadt und den historischen Parkanlagen des Hofgartens geschaffen - eine stadtstrukturelle und architektonische Leistung, die europaweit Anerkennung fand. An Stelle der massiven Kaserne, die vorher den Platz besetzte und den Straßenraum hermetisch abschottete, entstand nach dem Konzept einer „offenen Universität“ ein lebendiger Raum im Herzen der Stadt. |
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| 08 Hungerburgbahn – Stationen Congress, Löwenhaus, Alpenzoo und Hungerburg | |||||
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Rennweg 3 (Talstation Congress) 6020 Innsbruck Architektur: Zaha Hadid Architects (2004-2007) BauherrIn: INKB öffentlich zugänglich: tägl. 8-19.30 Uhr (Bahnbetrieb) | Mit den vier Stationen und der Schrägseilbrücke entlang der neuen Hungerburgbahntrasse realisierte Zaha Hadid nach der Bergisel Sprungschanze ihr zweites Projekt in Innsbruck. Der formalen Grundidee von „Schale & Schatten“ folgend wölben sich organisch geformte Glas-Dachschalen über Sichtbetonlandschaften, spannen im Zusammenspiel den Raum der Stationen auf und inszenieren einer Dramaturgie der Bewegung folgend die jeweiligen Orte. |
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| 09 Nordkettenbahn – Umbau Stationen Hungerburg, Seegrube und Hafelekar | |||||
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Höhenstraße 145 (Talstation Hungerburg) 6020 Innsbruck Architektur: Schlögl & Süß Architekten (2004-2006) BauherrIn: INKB öffentlich zugänglich: tägl. 8.30-17.30 Uhr (Bahnbetrieb) Erreichbarkeit: Hungerburgbahn oder Buslinie J TIPP: Freitags Abendfahrten auf die Seegrube von 18-23.30 Uhr | Die in den 1920er Jahren von Franz Baumann errichteten Stationen der Nordkettenbahn zählen zu den bedeutenden, aus dieser Zeit erhaltenen Bauwerken der Moderne in Tirol. Im Zuge der Modernisierung der Bahn war eine funktionelle und räumliche Adaption der Stationen unumgänglich. Sämtliche transformatorischen Eingriffe folgten dabei dem Grundkonzept, Ergänzungen bewusst als solche zu zeigen und den Altbestand in den wesentlichen Teilen konsequent auf den Ursprungszustand rückzubauen. |
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