| architek[tour] tirol – der architekturführer für tirol | D | E | I |
Nicht nur in der Innsbrucker Innenstadt, sondern auch an den Rändern der Stadt und in den umliegenden Orten entstanden in den vergangenen Jahren sehenswerte Bauwerke. Ausgehend vom westlichen Stadtrand von Innsbruck führt diese Tour - mit einem Abstecher nach Igls – über Rum und Absam nach Hall, wo sich ein Spaziergang durch die historische Altstadt und zu mehreren zeitgenössischen Bauten anbietet. |
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| 01 Wohnen am Lohbach | |||||
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Franz-Baumann-Weg 12 6020 Innsbruck Architektur: Baumschlager Eberle, Gerhard Zweier (1997-2000) BauherrIn: Neue Heimat Tirol Erreichbarkeit: am westlichen Ende des Franz-Baumann-Wegs, Buslinie O Kunst am Bau: Heinz Gappmayr, Peter Kogler, Eva Schlegl, Elisabeth Hölzl, Heimo Zobernig | Die Wohnanlage „Lohbach“ bildet im Westen der Stadt den Abschluss des Siedlungsgebietes zu landwirtschaftlich genutzten Flächen. Mit 300 Wohnungen realisierte die „Neue Heimat Tirol“ die damals größte Niedrigenergie-Wohnanlage Österreichs. Die Vorarlberger Architekten Carlo Baumschlager und Dietmar Eberle ordneten die 6 kompakten Punkthäuser schachbrettartig versetzt zueinander an, womit trotz der Dichte vielfältige Durchblicke und Ausblicke in die Umgebung geschaffen werden. |
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| 02 Congresspark Igls | |||||
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Eugenpromenade 3 6080 Igls Architektur: Albert Weber, Kurt Rumplmayr (2005-2007) BauherrIn: Congress und Messe Innsbruck öffentlich zugänglich: Café „TransBARent“ Mi bis So 13-20 Uhr (Sommer) bzw. 11-17 Uhr (Winter) Erreichbarkeit: von Igls aus Richtung Patsch, Buslinie J | Das zur Gemeinde Innsbruck gehörige „Dorf“ Igls am Fuß des Patscherkofels ist eines der Naherholungsgebiete der Stadt. Mitten im Kurpark liegt das vom Congress Innsbruck gemanagte Kongresszentrum. Dem Konzept eines großen Gartenpavillons folgend setzten die Architekten keinen Baukörper im eigentlichen Sinn in den Park, sondern eine transparente Klimahülle unter einem rundum auskragenden Dach. Neben der Kongress-Infrastruktur gibt es ein öffentliches Café-Restaurant mit Terrasse. |
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| 03 Erweiterung Volksschule Amras | |||||
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Kirchsteig 8 6020 Innsbruck Architektur: riccione architekten (2005-2007) BauherrIn: IIG TIPP: Spaziergang durch den Schlosspark hinauf zum Schloss Ambras. | Als kubischer Solitär mit prägnant und differenziert strukturierten Fassaden in Sichtbeton, Lärchenholz und Glas präsentiert sich der Erweiterungsbau der Volksschule Amras. Der in seiner Maßstäblichkeit an der kleinteiligen Struktur des Stadtteils orientierte Baukörper relativiert die Kubatur des Bestandsgebäudes und schafft im dörflich geprägten Stadtteil Amras ein neues Zentrum. |
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| 04 BTV - Zweigstelle Olympisches Dorf | |||||
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Schützenstraße 49 6020 Innsbruck Architektur: Hanno Vogl-Fernheim (2003-2004) BauherrIn: BTV – Bank für Tirol und Vorarlberg öffentlich zugänglich: während der Banköffnungszeiten Erreichbarkeit: am östlichen Stadtrand von Innsbruck, Buslinie O | Von einem gelochten Schleier aus Bronze-Streckmetall umhüllt schwebt der im Vergleich zur Nachbarschaft kleine Baukörper der Bankfiliale wie ein Pavillon über den tiefer gelegten Kundenparkplätzen. Mit den vorgelagerten Freiflächen und dem Drive-in-Bankomat lässt diese „Bank-Schatulle“ neue Qualitäten im semi-urbanen Kontext entstehen. |
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| 05 centrum.odorf | |||||
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An-der-Lan-Straße 42 6020 Innsbruck Architektur: Froetscher Lichtenwagner (2001-2006) BauherrIn: IIG TIPP: MPREIS-Supermarkt mit Café | Das aus einem Europan-Wettbewerb hervorgegangene Stadtteilzentrum im „Olympischen Dorf“ gilt als Musterbeispiel einer Nachverdichtung, die neue Inhalte und Bedeutungen in ein bestehendes Viertel einführt. Ein abgewinkelter Baukörper mit Geschäftsflächen und öffentlichen Einrichtungen und ein 16-stöckiger Wohnturm umfassen den locker möblierten Platz und bieten in ihrer Nutzungsvielfalt eine vitale Plattform für alltägliches Leben in diesem Stadtteil. |
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| 06 MPREIS Rum | |||||
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Feldkreuzstraße 1 6063 Rum Architektur: reitter_architekten, Michael Pfleger (2002-2003) BauherrIn: MPREIS öffentlich zugänglich: Mo bis Fr 8-19 Uhr, Sa 8-18 Uhr Erreichbarkeit: An der „Dörferstraße“ von Innsbruck nach Hall, Buslinie DE | Unterhalb der „Dörferstraße“ zwischen Innsbruck und Hall gelegen, ist der Supermarkt vom Dorf her nur als schwebendes Dach zu erkennen. Das Markt- und Eingangsniveau ist 3 Meter unter das Straßenniveau gelegt, die Baumasse folgt der leichten Straßenkrümmung. Mit einem Café, Terrasse, Kinderspielplatz und integrierten Geschäften entstand ein kommunikativer Treffpunkt für die Gemeinde. |
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| 07 Veranstaltungszentrum FoRum | |||||
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Rathausplatz 1 6063 Rum Architektur: Richard Freisinger, Hans Peter Gruber (2004-2006) BauherrIn: Immobilien Rum TIPP: Café FORUM (tägl. 9.30-19 Uhr) | Das Veranstaltungszentrum befindet sich in unmittelbarer Nähe zu Kirche, Gemeindeamt und Friedhof der Marktgemeinde Rum. In Rücksichtnahme auf den dörflichen Charakter fügt sich der aus ein- und zweigeschossigen Gebäuden bestehende Komplex maßstäblich in die Umgebung ein. Gemeinsam mit dem sanierten, alten Gemeindehaus und einer überdachten Tribüne gruppieren sich die Bauteile um einen neu gestalteten Platz. |
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| 08 Tiroler Fachberufsschule für Bautechnik und Malerei Absam | |||||
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Eichatstraße 18a / Krüseweg 6067 Absam Architektur: Hanno Schlögl (1995-1998) BauherrIn: Land Tirol Erreichbarkeit: von Hall aus der Salzbergstraße entlang bzw. über die „Dörferstraße“ von Innsbruck nach Hall, Buslinie DE Kunst am Bau: Heinz Gappmayr (Westwand neben dem Haupteingang) und Ernst Trawöger (Atrium) | Auf einem Hügelrücken am östlichen Rand von Absam, direkt neben einem Schulbau aus den 1960er Jahren, verbindet das konsequent horizontal organisierte Volumen der „Fachberufsschule für Bautechnik und Malerei“ die alte Schule mit der markanten Geländekante. Unverputztes Betonstein-Mauerwerk mit integrierter Wärmedämmung und unbehandelter Sichtbeton für die Tragstruktur dienen als Anschauungsmaterial für die angehenden Bauhandwerker und prägen die Atmosphäre des Gebäudes. |
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| 09 EWZ – Eduard Wallnöfer Zentrum | |||||
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Eduard-Wallnöfer-Zentrum 1 6060 Hall / Tirol Architektur: henke und schreieck Architekten (2002-2004) BauherrIn: TIVELOP Erreichbarkeit: von Innsbruck aus mit Buslinie S oder 4 TIPP: „U.ZWEI cafe.bar“ im Universitätsgebäude | Mitten in einem Parkgelände am Rand der Haller Altstadt liegt der Forschungs- und Ausbildungscampus des Eduard-Wallnöfer-Zentrum für medizinische Innovation. In bewusstem Kontrast zur umgebenden Parklandschaft entwickelten die Architekten einen abstrakten, gläsernen Kubus, der von geschoßhohen Sonnenschutzlamellen aus gekantetem Lochblech geprägt ist. Eine zweigeschossige Aula definiert das Zentrum des als Atriumhaus ausgebildeten Gebäudes, in dem eine Privatuniversität und weitere Bildungseinrichtungen untergebracht sind. |
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| 10 EWZ - Studentenheim und Kindergarten | |||||
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Eduard-Wallnöfer-Zentrum 2 6060 Hall / Tirol Architektur: henke und schreieck Architekten (2002-2004) BauherrIn: TIVELOP Erreichbarkeit: von Innsbruck aus mit Buslinie S oder 4 Dem städtebaulichen Grundkonzept folgend, soll mit einem dritten Baukörper an der Milserstraße die Lücke zwischen der Altstadt und dem östlichen Siedlungsgebiet in loser Form geschlossen werden. | Am Campus des EWZ befindet sich mit dem „Campus-Hotel“ ein hochwertig ausgestattetes Studentenheim mit integriertem Kindergarten. Wie das Universitätsgebäude ist auch das Studentenheim als Atriumhaus konzipiert. Rund um einen offenen Innenraum gruppieren sich Gemeinschaftsräume mit großzügigen Freiterrassen – die Zimmer öffnen sich zum Parkgelände. |
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| 11 Altenwohn- und Pflegeheime Hall | |||||
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Milser Straße 4a-d 6060 Hall / Tirol Architektur: Hanno Schlögl, Andreas Egger (1981-1986) BauherrIn: Stadtgemeinde Hall in Tirol Erreichbarkeit: vom Stadtzentrum Hall aus Richtung Bezirkskrankenhaus, Buslinie S „Haus im Seidnergarten“ (2000-03), Architektur: Hanno Schlögl „Haus im Magdalenengarten“ (2002-06), Architektur: Schlögl & Süß Architekten | Das 1979-86 errichtete „Haus im Stiftsgarten“ gilt als Pionierleistung in Tirol, was die verantwortungs- und qualitätvolle Unterbringung alter Menschen betrifft. In zentraler Lage wurde ein „Stadtfragment“ mit Häuserzeilen entlang einer begrünten Gasse konzipiert. Mit dem um einen nach Süden geöffneten Grünraum errichteten „Haus im Seidnergarten“ und dem Atriumhaus „Haus im Magdalenengarten“ entstand ein Ensemble aus drei separat betriebenen Häusern, deren Eigenständigkeit in den unterschiedlichen Typologien, Material- und Fassadensprachen zum Ausdruck kommt. |
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| 12 Parkhotel (vormals: Turmhotel Seeber) | |||||
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Thurnfeldgasse 1a 6060 Hall / Tirol Architektur: Lois Welzenbacher, henke und schreieck Architekten (2001-2003) BauherrIn: Stadtwerke Hall öffentlich zugänglich: ja Erreichbarkeit: von Innsbruck aus mit Buslinie S oder 4 Das angrenzende Kurhaus wurde 1930/31 von Hans Illmer geplant, der Kurpark 2004 von Maria Auböck und János Kárász neu gestaltet. | Neben das Anfang der 1930er Jahre von Lois Welzenbacher errichtete ehemalige Turmhotel Seeber setzten die Architekten einen zweiten, in Form, Materialisierung und Farbgebung kontrastierenden Solitär. Der weiße, kantige und durch Lage und Form der Balkone eine Drehbewegung vermittelnde Bau von Welzenbacher wurde rekonstruiert und tritt in einen spannenden Dialog mit dem konischen, rundum verglasten neuen Turm. Ein Sockelbauwerk verbindet Alt und Neu und beinhaltet die Lobby, ein Café sowie ein Restaurant. |
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| 13 Münze Hall | |||||
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Burg Hasegg 6 6060 Hall / Tirol Architektur: Benedikt Gratl (2003) öffentlich zugänglich: Di bis So 10-17 Uhr (Sommer) bzw. Di bis Sa 10-17 Uhr (Winter) Erreichbarkeit: von Innsbruck aus mit Buslinie S oder 4 TIPP: Im Museum können eigene Erinnerungsmünzen geprägt werden. | Die Burg Hasegg mit dem zwölfkantigen Münzerturm ist das Wahrzeichen der Stadt Hall. In das im Kern auf das 13. Jh. zurückgehende und über die Jahrhunderte gewachsene bauliche Konglomerat wurde durch sensible Eingriffe in den Bestand ein Museum integriert. Besonders sehenswert der alte, zweiläufige „Münzerturm“, der sich mittels einer neuen Erschließung - einer skulpturalen Wendeltreppe aus Stahl - selbst ausstellt. |
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| 14 Salzlager Hall (ehemals Kunsthalle Tirol) | |||||
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Saline 18 6060 Hall / Tirol Architektur: Hanno Schlögl (1995-1997) BauherrIn: Stadtwerke Hall Nach Einstellung des Betriebs als „Kunsthalle Tirol“ (2001), wurde das Salzlager von der Stadt Hall als Ausstellungshalle und Veranstaltungszentrum übernommen. | Das aus der Mitte des 19. Jh. stammende Salzmagazin - eine Halle geprägt von 9 m hohen Breccie-Säulen - ist eines der wenigen noch erhaltenen baulichen Dokumente der Salzverarbeitung in Hall. Mit subtilen Eingriffen wurde das Salzlager in eine Kunsthalle verwandelt und um einen Nordtrakt ergänzt. Gemeinsam mit einem weiteren Salinengebäude, dem von Schlögl & Süß adaptierten „Medienturm“, übernimmt das revitalisierte Industriedenkmal eine Art Torfunktion zur Stadt. |
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| 15 Schul- und Sportanlage Dr. Posch | |||||
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Gerbergasse 2 6060 Hall / Tirol Architektur: Bruno Sandbichler, Inge Andritz, Feria Gharakhanzadeh (1995-1998) BauherrIn: Stadtwerke Hall Erreichbarkeit: von Innsbruck aus mit Buslinie S oder 4 Kunst am Bau: Interaktive Lichtinstallation von Brigitte Kowanz im Bereich der Haupttreppe. | Die kompakte, gleichzeitig sehr durchlässige Anlage unmittelbar am Rand der Haller Alstadt beinhaltet mit einer zehnklassigen Hauptschule, dem Turnverein Hall und dem Eissportcenter drei unabhängige Funktionen. Unter Rücksichtnahme auf den vorhandenen Grünraum wurde der südliche Teil nur unterirdisch bebaut und alle Hochbauten in einem Gebäude vereint, das in seiner Transparenz den Außenraum atmosphärisch ins Gebäude holt. |
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