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bild: archiv franz peter
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bild: archiv franz peter
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| bild: lukas schaller |
Das nach Plänen von Lois Welzenbacher 1926/27 errichtete Sudhaus des Adambräu ist einer der wenigen noch erhaltenen Bauten dieses bedeutenden Architekten in Tirol. Ein moderner Industriebau, entwickelt aus den Bedingungen des Produktionsprozesses, eine Maschine, Symbol für den Rationalismus der Technik, von Lois Welzenbacher mit Präzision in die Stadtlandschaft gesetzt.
Das stringente Konzept von Form und Funktion war jedoch offen genug, eine neue Nutzung zuzulassen. Die Architektengemeinschaft Rainer Köberl, Erich Wucherer, Thomas Giner und Andreas Pfeifer bewahrt mit ihrer sensiblen inneren Transformation den Geist des Hauses. Die ehemalige Struktur bleibt spürbar. Neue, völlig konträre Inhalte und Funktionen fügen sich nahtlos in das komplexe Raumgefüge ein und korrespondieren in einem metaphorischen Sinn mit der ursprünglich industriellen Nutzung.
Das Archiv für Baukunst der Innsbrucker Universität, das sich der Speicherung, Bewahrung und Erforschung der Architektur und des Ingenieurbaus in der Alpenregion widmet, ist im ehemaligen Bereich der Silos und Förderanlagen untergebracht, die in Büroräume und Archivspeicher umgewandelt wurden. Der zur Südbahnstraße und zum Karmel-Areal geöffnete Raum für die Sudkessel - kreisrunde Öffnungen erinnern an sie - mit versetzten Geschoßen und überraschenden Durchblicken bzw. Verbindungen sowie die darunterliegenden, introvertierten ehemaligen Technikräume dienen der Architekturvermittlung durch Ausstellungen, Veranstaltungen und Vorträge von aut. architektur und tirol.
>> Bildmaterial zum Sudhaus des Adambräus 1926-2005
lois welzenbacher (1889 - 1955)
Studium an der Technischen Hochschule in München,
ab 1918 selbständiger Architekt in Innsbruck und München,
1947 - 55 Professor an der Akademie der bildenden Künste in Wien
Bauten (Auswahl)
1922 - 23 Haus Mimi Settari, Dreikirchen (I)
1926 - 27 Verwaltungsgebäude der Elektrizitätswerke, Innsbruck
1926 - 31 Sudhaus und Kühlschiff des Adambräu, Innsbruck
1928 - 29 Haus Schulz, Recklinghausen (D)
1928 - 30 Haus Buchroithner, Zell am See
1929 - 30 Haus Rosenbauer, Linz
1929 - 30 Haus Treichl, Innsbruck (zerstört)
1930 - 32 Turmhotel Seeber, Hall i. T.
1931 - 33 Kinderheim Ehlert, Hindelang/Allgäu (D)
1932 Haus Heyrovsky, Thumersbach/Zell am See
beratender Architekt Flugzeugwerke Siebel
1945 Haus Welzenbacher, Absam
städtebauliche Projekte für Antwerpen und Wien
rainer köberl (geb. 1956)
Studium an der Technischen Fakultät der Universität Innsbruck und in Haifa/Israel, seit 1993 selbständiger Architekt in Innsbruck
Bauten (Auswahl)
1994 DOWAS, Innsbruck
1995 und 2002 Lichtfabrik Halotech, Innsbruck
1996 Alten- und Pflegeheim Nofels, Feldkirch-Nofels
1999 Chillout, Innsbruck
1999 und 2004 Bücher Wiederin, Innsbruck
2001 MPREIS Wenns, Pitztal
2004 MPREIS Bahnhof, Innsbruck
erich wucherer (geb. 1958)
Studium an der Technischen Fakultät der Universität Innsbruck, seit 1991 Büro mit Thomas Giner in Innsbruck
thomas giner (geb. 1961)
Studium an der Technischen Fakultät der Universität Innsbruck, seit 1991 Büro mit Erich Wucherer in Innsbruck
andreas pfeifer (geb. 1971)
Studium an der Technischen Fakultät der Universität Innsbruck, seit 2001 Mitarbeiter im Büro giner + wucherer, Innsbruck
Bauten (Auswahl)
1997/98 Haus W., Innsbruck
2000 - 02 Lokal Solo Pasta, Solo Vino I, Solo Vino II, Innsbruck
2002 MPREIS, Weißenbach
2003 Wohnbau Schneeburgpark, Innsbruck
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